Zentrales Hochwasserschutzkonzept an der Großen Laine in Oberammergau


Der bestehende Hochwasserschutz an der großen Laine in Oberammergau ist nicht ausreichend, um ein größeres Hochwasser schadlos abführen zu können. Bei einem hundertjährlichen Hochwasserereignis sind Schäden von rund 8,6 Mio. € zu erwarten.

Gefahrenzonenkarte der Großen Laine in Oberammergau Bild vergrössern Gefahrenzonenkarte der Großen Laine in Oberammergau
















Das integrale Wildbachsanierungskonzept des Ingenieurbüro Patscheider für die Große Laine besteht u.a. aus folgenden Bausteinen:

1. Instandsetzung der bestehenden Schutzbauwerke im Einzugsgebiet
Die Instandsetzung erfolgt bereits seit dem Jahr 2010 durch die Flussmeisterstelle Oberau. Die bestehenden Bauwerke haben eine wichtige Funktion zur Konsolidierung des geologisch labilen Einzugsgebietes. Die Sanierung soll auch in den kommenden Jahren weitergeführt werden.

Bild der neuen Dosiersperre Bild vergrössern Die neue Dosiersperre

 

2. Bau einer größeren Geschiebesperre bei St. Gregor
Die bestehende, in die Jahre gekommene Sperre soll durch ein neues Bauwerk mit einem größeren Rückhaltevolumen einschließlich eines Wildholzrückhaltes ersetzt werden.
Die bauliche Umsetzung des Wildholzrechens erfolgte in 2014.
Die neue Geschiebesperre wurde in den Jahren 2014/15 errichtet und im November 2015 eingeweiht.

Bild vom fertiggestelltne Wildholzrechen Bild vergrössern Der fertiggestellte Wildholzrechen


Baufortschritt an der Große Laine

 

Bild Bodenplatte des Tosbeckens wird gerade betoniertBild vergrössern Blick flussaufwärts auf die Baustelle.
Die Bodenplatte des Tosbeckens wird gerade betoniert.
(Bildautor: Firma Hubert Schmid)

 

 

Bild Pflasterarbeiten am TosbeckenBild vergrössern Blick vom Tosbecken auf die Sperre mit den Öffnungen für Wasser und Geschiebe.

 

Bild vom Anbringen der Stahlplatten zum Schutz des Bauwerkes vor Abrieb durch GeschiebeBild vergrössern Anbringen von Stahlplatten zum Schutz des Bauwerkes vor Abrieb durch Geschiebe.
Zur Dosierung des Geschiebes sind die Balken der Sperrenschlitze in der Höhe verstellbar.

 

Der Wildholzrechen bei erhöhten AbflussBild vergrössern Der Wildholzrechen bei erhöhten Abfluss

 

Durch das neue Sperrenbauwerk steht nun ein deutlich größeres Rückhaltevolumen für Geschiebe und Wildholz zur VerfügungBild vergrössern Durch das neue Sperrenbauwerk steht nun ein deutlich größeres Rückhaltevolumen für Geschiebe und Wildholz zur Verfügung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Teilableitung des Hochwassers
Es wurden mehrere Varianten zur Verbesserung des Hochwasserschutzes auf dem Schwemmkegel im Rahmen einer Vorplanung untersucht. Die Vorzugsvariante sieht ein Teilungsbauwerk unterhalb der Geschiebesperre vor, das den Bemessungsabfluss von 33 m³/s auf die Große Laine und das Ableitungsgerinne aufteilt. Diese Variante sieht nach der Teilüberleitung, vom Teilungsbauwerk bis zum Kühberggraben, den Ausbau des bestehenden Gewässer Kühberggraben, Köckenbach und Esellaine vor. Zudem soll am Lainegraben (auf Höhe des Sperrenstaffel) und am Kainzengraben eine Seilnetzsperre für den Wildholzrückhalt errichtet werden.
Die Einleitung des Wasserrechtsverfahren ist für das Frühjahr 2019 vorgesehen.

Zum Übersichtslageplan Hochwasserschutzmaßnahmen Große Laine >>>

Bild vom Modellversuch zur Teilüberleitung (Aufteilungsbauwerk)Bild vergrössern Modellversuch zur Teilüberleitung (Aufteilungsbauwerk)

 

 

 

 

 

 

 

Ihre Ansprechpartner im Wasserwirtschaftsamt Weilheim:

Herr Johannes Riedl Tel. 0881 / 182116
Herr Horst Hofmann Tel. 0881 / 182252

Film über Wildbachbauwerke

Stand:
Mai 2019