Hochwasserschutz Große Gaißach
Gewässer 3. Ordnung, Wildbach

 

Das Wasserwirtschaftsamt Weilheim plant derzeit Hochwasserschutzmaßnahmen am Unter-lauf der Großen Gaißach. Durch diese Maßnahmen sollen die bisher noch im Überschwem-mungsgebiet am Unterlauf der Großen Gaißach liegende Bebauung und Infrastruktur von Gaißach und Bad Tölz vor den Gefahren eines 100jährlichen Hochwassers geschützt werden. Zudem sind diese Maßnahmen erforderlich, um den Hochwasserschutz der Stadt Bad Tölz und der Gemeinde Gaißach an der Isar erfolgreich abschließen zu können.
Im Rahmen der Vorentwurfsplanung wurden bereits verschiedene Varianten untersucht, aus denen sich eine Vorzugsvariante ergab. Diese wird nun in der Entwurfsplanung optimiert. Diese Planungen befinden sich noch im Anfangsstadium.
Das Wasserwirtschaftsamt möchte nun allen von den Maßnahmen unmittelbar Betroffenen im Rahmen einer ersten Öffentlichkeitsveranstaltung die Möglichkeit geben, sich über den aktuellen Planungsstand zu informieren und Ihre Anregungen und Bedenken zu äußern. Diese sollen - soweit möglich - in der weiteren Planung berücksichtigt werden.

Die Große Gaißach wird gemäß Wildbachverzeichnis als Wildbach geführt. Sie entspringt nördlich des Luckenkopfes in stark verästelten Quell- und Seitenbächen. In mäandrierendem Verlauf durchfließt sie das Natura 2000-Gebiet „Attenloher Filzen“ und mündet in der Ge-meinde Gaißach in die Isar.

Innerhalb der letzten 30 Jahre wurden bei der Pegelstation in Mühl Hochwasserabflüsse mit einem maximalen Abfluss von ca. 50 m³/s registriert. Dieser Wert entspricht in etwa einem Hochwasserereignis mit einer Wiederkehrdauer von ca. 30 Jahren. Nachfolgende Abbildung zeigt die zu erwartende Überschwemmungsfläche bei einem hundertjährlichen Hochwasser. Dieser wurde mittels Erstellung eines Niederschlag-Abflussmodells, das anhand der gemessenen Pegeldaten verifiziert wurde, ermittelt. Die geplanten Hochwasserschutzanlagen berücksichtigen zusätzlich einen Geschiebezuschlag von 5% und einen Klimazuschlag von 15%. Damit ergibt sich ein Bemessungshochwasser von ca. 92 m3/s.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Maßnahmen beinhalten nach derzeitigem Planungsstand:

  • Errichtung eines Erddeichs zum Schutz des Wohngebietes und der Umspannstation
  • teilweise Sanierung der linken und rechten Uferseite
  • Bau einer aufgelösten Natursteinrampe inklusive Abbau des Absturzbauwerkes an der Mündung und Unterfangung der Brücke an der B13
  • Verlegung der Ausleitung in die Alte Gaißach nach oberstrom
  • Verfüllung des Linsensägbaches auf ca. 100 m Länge

 

 

 

 

 

 

 

 

Ansprechpartner:

Andrea Vogg, Tel. 0881 / 182-117

Weiterführende Informationen

 

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Stand:
März 2017