Hochwasserschutz Eschenlohe
Ausbau des Klammgrabens

Der Klammgraben ist ein nicht ausgebauter Wildbach, welcher bei Eschenlohe rechtsseitig in die Eschenlaine, einen Nebenfluss der Loisach, mündet.
Ziel der Maßnahme am Klammgraben war der weitere Ausbau des Hochwasserschutzes für die Gemeinde Eschenlohe.
Vor allem kurze und heftige, lokal begrenzte Unwetter lösten Murabgänge am Klammgraben aus, welche besonders in den Jahren 2006, 2008 und 2012 erhebliche Schäden verursachten.

Bild vom Murenabgang Juli 2012 Bild vergrössern Murenabgang Juli 2012


Nach Diskussion mehrerer Varianten wurde schließlich eine Lösung umgesetzt, welche im oberen Bereich des Wildbaches Konsolidierungssperren sowie eine vollständige Umlegung des Bachlaufes - möglichst weit von der vorhandenen Bebauung entfernt - mit einem kleinem Geschiebeauffangraum im unteren Bereich vorsieht.

Bild vom Lageplan mit verschiedenen Varianten Bild vergrössern Lageplan mit verschiedenen Varianten
















Am Ausgang der schluchtartigen Klamm wurden drei Konsolidierungssperren gebaut, die teilweise als räumbare Bauwerke ausgeführt wurden. Die Bauarbeiten wurden von August 2012 bis 2013 durchgeführt.
Die Konsolidierungssperren sollen in erster Linie das Geschiebe zurückhalten, sowie einen Murstoß auffangen.

Bild der fertigen Konsolidierungssperrenstaffel 2013 Bild vergrössern Fertige Konsolidierungssperrenstaffel 2013

 

 

 

 

 

 


 

Etwa 50 m nach der untersten Sperre wurde ein Damm errichtet, welcher den Wildbach in das neue Gerinne umlenkt. Das neu angelegte Gerinne folgt einem Wirtschaftsweg und gelangt schließlich in ein bereits vorhandenes Rückhaltebecken, welches ausgebaut wurde und künftig als Geschieberückhaltebecken dienen soll. Dabei wurde die Bachsohle mit Sohlriegeln fortlaufend gesichert, um eine erneute Geschiebeaufnahme sowie eine Eintiefung der Sohle zu verhindern.

Bild vom Lageplan der Bachsohlsicherungen Bild vergrössern Lageplan der Sohlsicherungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der weitere Bachlauf führt in einem Wellstahldurchlass unter der Walchenseestraße hindurch. Anschließend fällt das Bachbett steil zur Eschenlaine ab. Eine aufwendige Sicherung dieses Abschnittes unterblieb wegen der großen Entfernung zur Bebauung. An der Hangkante wurde das Gerinne gegen rückschreitende Erosion gesichert.

Bild Blick vom Geschiebefang auf das neue Ableitungsgerinne Bild vergrössern Blick vom Geschiebefang auf das neue Ableitungsgerinne

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